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Mitgliederversammlung am 11.03.2017

Mit mehr als 30 Vereinsmitgliedern war die diesjährige Mitgliederversammlung des TuS Attenhausen ordentlich besucht. Nach der Begrüßung und Totenehrung gab der Vereinsvorsitzende Jürgen Fachinger seinen Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2016 ab. Hier hob er im Besonderen die Unterstützung der Gemeinde sowie der zahlreichen Helfer und Sponsoren bei den zurückliegenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen hervor. Ohne diese wären die Maßnahmen in der Form nicht möglich gewesen. Als besonders erfreulich bezeichneten der Vorsitzende und der anwesende Ortsbürgermeister Volker Feldpausch die Errichtung der Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Vereinsheims, die dem TuS eine neue Bedachung und der Gemeinde eine zusätzliche Einnahmequelle eingebracht hat.

Sportlich lief das Jahr ebenfalls recht positiv, sodass man mittlerweile auch wieder die stattliche Zahl von 200 Vereinsmitgliedern überschritten hat.

Im Gegensatz zum Vorsitzenden fassten sich die Abteilungs- und Übungsleiter mit ihren Jahresberichten wie immer wesentlich kürzer und oftmals war glücklicherweise "Bei uns ist alles in Ordnung" zu hören. Bei gleichbleibendem "Personalkörper" war lediglich zu hören, dass das Durchschnittsalter leicht angestiegen ist… um ein Jahr.



Gedankt wurde Ruth Matern mit einem Präsentkorb für ihr ehrenamtliches Engagement für den TuS seit 2003 bis zum Sommer 2016. In dieser Zeit nahm sie verschiedene Funktionen war, zuletzt war sie Abteilungsleiterin und Betreuerin bei den Fußballfrauen.

Der Kassenbericht von Stefan Schmidt fiel trotz der umfangreichen Baumaßnahmen recht positiv aus, was letztlich auch zur Entlastung des Vorstands und des Kassierers führte. Im Ausblick auf das Jahr 2017 wies Jürgen Fachinger auf das erweiterte Sportangebot hin. Am 23.03.2017 wird es den ersten Yoga-Kurs im DGH geben, der Fußballnachwuchs hat sich mittlerweile zum ersten Mal in der "Waldhausarena" getroffen und auch die jungen Bogenschützen treffen sich jetzt regelmäßig samstags auf der Mittelmühle. Wer hierzu Fragen hat oder interessiert ist, kann sich nach wie vor bei Jürgen Fachinger unter Tel. 0152-28080380 melden.

Abschließend teilte Jürgen Fachinger mit, dass es am Wochenende 16./17. September 2017 zum Freundschaftstreffen mit der Partnergemeinde Attenhausen/Schwaben kommen wird. Das Treffen wir von der Ortsgemeinde, der freiwilligen Feuerwehr und dem TuS gemeinsam geplant und durchgeführt und soll für alle (!) "Addehäuser" unvergesslich werden. Neben einem gemütlichen Samstagabend mit Live-Musik sind ein ökumenischer Gottesdienst sowie ein Frühschoppen am Sonntag geplant.

Vereinsnachrichten SG 2015 Attenhausen/Gutenacker

Projekt 2030 -
Die SG 2015 Attenhausen/Gutenacker sucht zukünftige Fußball-Weltmeister
Was im Jahr 2016 bereits angekündigt war nimmt jetzt endlich konkretere Formen an. Die SG 2015 Attenhausen/Gutenacker möchte nun auch den jüngsten Kickern ein fußballerisches zu Hause bieten. Am 14. März 2017 findet um 17.00 Uhr in der "Waldhausarena" Attenhausen das erste Training für Kinder im Alter von 4-12 Jahren statt. Danach wird das Training zunächst im wöchentlichen Wechsel in Gutenacker und Attenhausen stattfinden. In der Anfangsphase soll ganz bewusst noch nicht am Spielbetrieb teilgenommen werden, es geht vielmehr darum, Kinder an den Fußball zu gewöhnen und den Spaß am "Kicken" zu vermitteln. Was sich daraus dann entwickelt wird die Zukunft zeigen…



Generell können alle Kinder auch ohne eine Vereinszugehörigkeit zunächst 2-3 mal an einem Schnuppertraining teilnehmen, danach sollten sie einem der beiden Vereine angehören. Die Verantwortlichen wären zur besseren Planung für ein kurze Anmeldung beim SG-Vorsitzenden Jürgen Fachinger (Tel. 0152/28080380, per Facebook oder per E-Mail an tus-attenhausen@gmx.de) dankbar, eine Teilnahme ist aber auch ohne vorherige Anmeldung möglich. Auf jeden Fall sollte beim ersten Training zumindest ein Elternteil/Erziehungsberechtigter mit anwesend sein, um ggf. organisatorische Dinge abklären zu können.

Die SG 2015 Attenhausen/Gutenacker freut sich sehr auf zahlreiche Nachwuchskicker.

Arbeitseinsatz "Waldhausarena" am 22.05.2016

Mit mehr als 20 vereinten Kräften konnte am 22.05.2016 ein großer Schritt in Richtung "Waldhausarena" vollzogen werden. Etwa 200 qm Pflaster wurden in nur knapp 4 Stunden verlegt. Er herzliches Dankeschön an alle, die sich die Zeit genommen haben...

Man sieht langsam, wie es in vier Wochen aussehen soll. Nächste Woche rückt der Zaunbauer an...

TuS Attenhausen wählt neuen Vorstand

Der TuS Attenhausen hatte zur Jahreshauptversammlung eingeladen.
Der 1. Vorsitzende Jürgen Fachinger begrüßte die anwesenden Mitglieder recht herzlich und berichtete über das abgelaufene Jahr 2015. Die Gründung der SG Attenhausen/Gutenacker, die notwendige Platzsanierung, die verbesserte Stromanbindung, die geplante Zaunanlage sowie das Freundschaftstreffen in Attenhausen/Schwaben waren Themenschwerpunkt.

Neben dem Bericht des Vorstandes und der einzelnen Abteilungen wurde im Rahmen der Versammlung eine neue Beitragsordnung vorgestellt. Die Veränderungen sind notwendig, um auch in Zukunft Zuschüsse für evtl. Baumaßnahmen beantragen zu können.

Der Kassierer Stefan Schmidt konnte eine ordentliche und gut geführte Buchführung vorweisen. In Anbetracht der hohen getätigten Investitionen, sogar mit zufriedenstellendem Kassenstand als Ergebnis.

Als Wahlleiter stellte sich der Ortsbürgermeister Volker Feldpausch zur Verfügung. Die Neuwahl des gesamten Vorstands brachte folgendes Ergebnis:
Die bisherigen Inhaber der Ämter: 1. Vorsitzender Jürgen Fachinger, Kassierer Stefan Schmidt, Schriftführer Uwe Arnold stellten sich ebenso zur Wiederwahl wie die Beisitzer Karl-Otto Obel, Stefan Neber und Christian Strack. Als neuer 2. Vorsitzender stellte sich Torsten Schneider zur Wahl. Martina Balsys wechselte vom 2. Vorsitz zum Beisitzer. Als zusätzlicher Beisitzer stellte sich Sabrina Merz zur Wahl. Alle wurden mehrheitlich gewählt.

Der „neue“ und „alte“ 1. Vorsitzende Jürgen Fachinger dankte der scheidenden 2. Vorsitzenden Martina Balsys für ihre großes Engagement und den Einsatz, den sie in den letzten Jahren geleistet habe und überreichte ihr ein „blumiges“ Präsent.

Der neue Vereinsvorstand des TuS Attenhausen, von links nach rechts:
Karl-Otto Obel, Schriftführer Uwe Arnold, Martina Balsys, Sabrina Merz, Schatzmeister Stefan Schmidt, neuer 2. Vorsitzender Torsten Schneider, Vorsitzender Jürgen Fachinger. Es fehlen Stefan Neber und Christian Strack

Bertel Minor erhält durch Jürgen Fachinger die Ehrennadel und einen Blumenstrauß


Am 16.01.2015 fand die Jahreshauptversammlung des TuS-Attenhausen im Dorfgemeinschaftshaus unter dem Vorsitz von Jürgen Fachinger statt.
Tagesordnungspunkte waren die Ehrungen verdienter Mitglieder, ein Rückblick auf das vergangene Jahr und eine angeregte Diskussion über vereinsinterne Dinge. Die Versammlung war ausgezeichnet besucht und zeigt damit deutlich das große Interesse der Mitglieder an ihrem über 100jährigen Verein.

Vereinsnachrichten 2015

Ehrung verdienter Mitglieder. Zum Vergrößern Anklicken

TuS Attenhausen ehrt verdiente Vereinsmitglieder im Rahmen der Mitgliederversammlung – Fusion der Fußballabteilung mit dem SV Gutenacker

Knapp 40 Vereinsmitglieder bildeten im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13. Mai 2015 einen würdigen Rahmen für die Ehrung von verdienten Vereinsmitgliedern, die dem Verein trotz ihrer mehr als 60-jährigen Vereinsmitgliedschaft nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Dies brachte der Vereinsvorsitzende Jürgen Fachinger in seiner kurzen Ansprache zum Ausdruck und danke den sechs „Ehrengästen“ mit der Verleihung des Ehrenbriefes des TuS Attenhausen, einer „Freikarte“ für alle Veranstaltungen des TuS Attenhausen und einem guten Tropfen Wein. In der Ansprache kam zum Ausdruck, was in den zurückliegenden 60 Jahren sowohl im Vereinsleben des TuS als auch insgesamt in der Gesellschaft erlebt wurde, umso mehr bedankt sich der Vorstand für die langjährige Treue und Unterstützung bei Horst Hees, Dieter Ebertshäuser, Bruno Spottke, Karl-Heinz Feilbach, Josef Müller und Arthur Eckhardt.



Im zweiten Teil der Mitgliederversammlung wurde das Für und Wider einer Fusion der Fußballabteilungen des TuS Attenhausen und des benachbarten SV Gutenacker erörtert und diskutiert. In der abschließenden, geheimen Abstimmung sprach sich die Versammlung mehrheitlich für eine Spielgemeinschaft aus, sodass die Spielgemeinschaft ab der kommenden Saison mit 2 Herren-, einer Frauen- und einer AH-Mannschaft an den Start geht. Vorrangiges Ziel muss in den nächsten Jahren die Schaffung eines Fußballangebots für Kinder und Jugendliche aus den beiden sowie den umliegenden Gemeinden sein, um mittel- und langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.

TuS Attenhausen stimmt einer Spielgemeinschaft zu

Ab der Saison 2015/16 werden die Fußballabteilungen des TuS Attenhausen und des SV Gutenacker mit zwei Seniorenmannschaften, einer Frauen- und einer AH-Mannschaft als SG Attenhausen/Gutenacker an den Start gehen. Das ergab das mehrheitliche Votum in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des TuS Attenhausen. Die gleiche Abstimmung hatte es bereits vor Wochen mit einstimmigem Beschluss im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung in Gutenacker gegeben. In Attenhausen fiel die Abstimmung erwartungsgemäß nicht so klar aus, dennoch sprach sich die Mehrheit der Anwesenden nach vorheriger Erörterung und Diskussion für die Zusammenarbeit aus. In erster Linie müsse es das Ziel sein, Kinder und Jugendliche aus beiden Gemeinden sowie den umliegenden Ortschaften zum Fußball zu bringen, um mittel- und langfristig den Fußball in den kleinen Vereinen zu etablieren, heißt es. Darüber waren sich beide Vorstände schon im Rahmen der Vorgespräche einig. Was derzeit im Trainingsbetrieb zwischen beiden Seniorenmannschaften schon praktiziert wird, soll in den kommenden Jahren „als Ganzes“ zusammenwachsen. „Die aufgrund der momentan recht guten personellen Situation beim TuS Attenhausen sicherlich nachvollziehbar aufkommenden kritischen Stimmen müssen wir von der Sinnhaftigkeit dieser Entscheidung überzeugen“, sagt der TuS-Vorsitzende Jürgen Fachinger. Verantwortlich für die SG werden weitestgehend die Köpfe sein, die auch jetzt schon bei beiden Vereinen in der Verantwortung stehen. „Das ,Gerippe' für einen gemeinsamen SG-Vorstand steht“, so Fachinger.

Quelle: Rhein-Lahn-Zeitung, Bad Ems, Lahnstein,vom Samstag, dem 16.05.2015







Im Zeitraum vom 09.07.2015-11.07.2015
absolvierte die SG Attenhausen/ Gutenacker ihr Trainingslager.
Die Einheiten am 09.07. und am 10.07.2015 waren als Abendliche Trainingseinheit angesetzt. Es wurde viel gelaufen (auch ein kleiner Parcours), aber auch spielerisch auf zwei kleine Tore gearbeitet um das Kurzpassspiel zu vertiefen. Abgerundet wurden die Einheiten mit Torschusstraining und dem obligatorischem Abschlußspiel.
Am Samstag ging es um 08:00 Uhr in Gutenacker mit einem Waldlauf durch die "Delle" los. Anschließend wurde sich bei einem gemeinsamen Frühstück gestärkt, ehe es um ca. 10:30 Uhr mit der nächsten Einheit wieder losging.
Diese Einheit war gespickt mit Passübungen, Spiele 2:2,3:3 auf Kleintore ohne Torwart oder 4:4 auf Jugendtore und Torwart. Um das Kurzpassspiel zu fördern wurden alle Übungen mit Kontaktbegrenzungen durchgeführt.
Ab 12:30 Uhr war das Mittagessen angesetzt. Die Trainer haben es sich nicht nehmen lassen, selbst für das Leibliche Wohl zu sorgen und die Spieler mit einer Spaghetti Bolognese bekocht. Ab 14:00 Uhr gab es dann die letzte Trainingseinheit zu absolvieren, diese beinhaltete Torschuss, und Spiel Abwehr gegen Angriff. Um 18:00 Uhr durften wir die Hobbymannschaft der Moorsberg Soccers aus Höhr-Grenzhausen zu einem Abschlußspiel im Stadion Gutenacker, Triebstraße 7 begrüßen.

Nach zwei mal 30 min ergab sich folgender Endstand:
6:1 für die SG Attenhausen/ Gutenacker
Torschützen:
1:0 Dustin Lövenich
2:0 Jens Maxeiner
3:0 Marcel Gaede
3:1 Moorsberg Soccers
4:1 Florian Feilbach
5:1 Lucas Egert
6:1 Lucas Egert

Man hat erkennen können, dass die Spieler das in den Einheiten trainierte, im Spiel auch umzusetzen wussten. So wurde teilweise ansehnliches Kuszpasspiel, Spielverlagerungen sowie einige sehenswert herausgespielte Tore gezeigt.
Großes Kompliment an alle die am Trainingslager mit viel Einsatz teilgenommen haben und trotz der harten Einheiten im Abschlußspiel noch so tollen Fußball zeigten.
Im Anschluss an das Spiel wurde noch gegrillt. Vielen Dank an Marina, Jenny und Jacqueline für die leckeren Salate und die Unterstützung während des Trainingslagers. Ebenso ein Dankeschön an Klaus und Reinhard, die immer wieder Getränke und fehlendes Material organisierten, so dass es uns an nichts mangelte während der kompletten Zeit. Jetzt heißt es:" Nicht ausruhen, weiter hart arbeiten!“

VB-Turnier 2014

Das Volleyball-Turnier 2014

... ist bereits wieder Geschichte. Der TuS Attenhausen dankt allen Teilnehmern und freut sich schon auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr. Den Rückblick finden Sie bei diesem Link Volleyballturnier 2014

Bilder unserer Männerfußball-Mannschaft aus der jüngeren Vergangenheit:

  • Hinten von links: Daniel Fäseke, Jörg Dombrowski,Frank Fuhr, Frank Büttner,Björn Wiegand, Markus Wolf, Jan-Niklas Wolf, Michael Pfaff
  • Vorne von links: Trainer Dieter Wader, Peter Hein, Patrick Neber, Daniel von der Heydt, Frank Menche, Torsten Schneider, Sascha Schmidt, Tobias Lotz

Zum Vergrößern bitte anklicken

41 Jahre Ehrenamt für den TuS Attenhausen – Bertel Minor

Es war im Jahr 1973, als sich einige Frauen aus Attenhausen als neue Damenturngruppe des TuS zusammengeschlossen haben. Von vielen Ehemännern anfänglich belächelt, nach dem Motto „Das machen die doch eh nicht lange“, entwickelte sich die Gruppe in den vielen Jahren zu einer der nicht nur von der Teilnehmerzahl her beständigsten Abteilungen des TuS Attenhausen, die auch außerhalb der wöchentlichen Turnstunde so manche Aktivität unternommen hat. 
Was selbst viele Vereinsmitglieder jedoch nicht wissen, ist, dass eine Frau von Beginn als ehrenamtliche Übungsleiterin fungierte - Bertel Minor! Diese Kontinuität dürfte auch über die Kreisgrenzen hinaus seines Gleichen suchen.
Nach all den Jahren muss Bertel Minor ihre Tätigkeit nunmehr leider aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Ihre letzte Übungseinheit am 10. November war wie immer sehr gut besucht, und die Frauen bescherten Bertel einen rührenden Abschied bis in die späten Abendstunden. Dabei wurde so manche heitere Geschichte und Episode aus der Vergangenheit noch einmal zum Besten gegeben.  
Der Vorstand übergab Bertel Minor ebenfalls ein Präsent und dem Vereinsvorsitzenden, der zum Beginn ihrer Tätigkeit noch gar nicht geboren war, blieb nur zu sagen „Danke Bertel für die vielen Jahre! Du bist ein absolut positives Beispiel für das Ehrenamt! Dein jährlicher Bericht im Rahmen der Jahreshauptversammlung wird uns fehlen."

Fast immer hieß es da nämlich: "Bei uhs iss alles in Ordnung!"



Der TuS Attenhausen freut sich
, Ihnen die 2009 zum 100-jährigen Bestehen aufgelegte Broschüre "Kaiserkult und Klassekicker" vorstellen zu können. Die Festschrift gibt einen nahezu vollständigen Überbick der Vereinsgeschichte und zeigt "Wie wir wurden, was wir sind".

Bitte folgen Sie uns in die 100 Jahre Turn- und Sportverein Attenhausen e.V.

kaiserkult-und-klassiker.pdf [8.772 KB]

Ausschnitte aus der Festschrift

1909. Was war das für eine Zeit, damals vor 100 Jahren? - In Attenhausen, wie überall und alljährlich im Reich, wird am 27. Januar der Geburtstag Kaiser Wilhelms II. gefeiert mit Schulfeier, Kaiserbrezelverteilung und einem Umzug Fähnchen schwenkender Kinder durch die Ortsstraßen. Im Gasthaus Pfaff kommt der Kriegerverein zusammen, bringt begeistert das „Kaiserhoch“ aus, singt die Nationalhymne und findet Worte vaterländischer Begeisterung. In Kördorf inszenieren „Jungfrauen aus Attenhausen“ zum Wohle der dortigen Diakonissenstation ein Bühnenstück über den Samariterdienst und die Krankenpflege. Seit einem Jahr ist der Taler außer Kurs gesetzt, die Mark verbleibt als einziges gesetzliches Zahlungsmittel. Und die Gesinnung „Turnvater“ Jahns hält Einzug in der ländlichen Gemeinde Attenhausen.

Turnvaters Erben:

Turnvater Jahn
Turnvater Jahn Hättest du doch mehr geturnt! ist dann ihr Jammer. Gegen den Sport soll nichts gesagt werden, aber unsere guten deutschen Sitten wollen wir darüber nicht vernachlässigen, und durch und durch deutsch ist das Turnen. Freilich schlichter dazu, aber gerade das rechnen wir ihm zum Ruhme nach. Es würde nichts schaden, wenn etwas weniger Sport getrieben, aber vielmehr geturnt würde.“

Friedrich Ludwig Jahn hatte seit 1811 die deutsche Turnbewegung angestoßen, die als Reaktion auf Napoleons Vorherrschaft und deutsche Kleinstaaterei von Anfang an mit dem politischen Ziel der deutschnationalen Einheit verknüpft war. 1868 wurde die „Deutsche Turnerschaft“ (DT) gegründet, bis 1936 Dachverband bürgerlicher Turnvereine in Deutschland. 7.787 Vereine für Leibesübungen mit über 900.500 Mitgliedern waren 1907 in der DT vertreten. Später gehörte auch der Turn-Verein Attenhausen dazu, wie das Kürzel „DT“ in der Vereinsfahne von 1925 verrät.
Jahns missionarisches Verständnis vom Turnen als Mittel der Volkserziehung zu deutschem Patriotismus, das er auch in den staatlichen Einrichtungen Schule und Armee verankert wissen wollte – heute wirkt es befremdlich und antiquiert. 1909 traf es noch immer den Nerv der Zeit. Das verdeutlichen mehrere Artikel im Nassauer Anzeiger der Jahre 1907/08:

So lesen wir unter der Überschrift „Wert des Turnens“: „Regelmäßig an das Schulturnen sich anschließende Turnübungen, straffe, wohlgeleitete Ordnungsübungen, Gesang vaterländischer und Volkslieder, Turnfahrten und Turnspiele, kleine Wettkämpfe im Freien, alles das ist geeignet, die erwachende Jugendkraft in die rechten Wege zu leiten. Deshalb sollten Eltern, Erzieher und Lehrherren ihre Kinder und Pflegebefohlenen recht bald einem tüchtigen Vereine der vaterländischen Deutschen Turnerschaft zuführen.“ (Nassauer Anzeiger, 11. Mai 1907)
„Mehr turnen!“ titelt der Anzeiger am 17. Oktober 1908. „Der Deutsche hat infolge seines Bierverbrauchs überhaupt schon eine Anlage zum Phlegma“, stellt der Autor fest, „und diese Anlage wächst mit den Jahren. Vor allem wird er zu bequem, aber dass ihm dabei wohl würde, das kann er nicht sagen. Die Alten stöhnen und die Jungen singen die Melodie allerliebst nach, bis sie Soldat werden müssen und die Sache dann wieder einmal etwas anders herum geht.